Modischer Chic aus der „Glückskiste“ zu niedrigen Preisen. Ökumenischer Sozialausschuss Heidelberg-Kirchheim eröffnet Kleiderladen für Bedürftige
Heidelberg-Kirchheim (art). „Glückskiste“ – so heißt der neue Kleiderladen, der in Kirchheim Türmergasse 25 / Ecke Hegenichstraße offiziell eröffnet wurde. Für Personen mit geringem Einkommen wird hier gute, modische Damen- und Kinderbekleidung sowie Spielzeug zu niedrigen Preisen angeboten. Wer hier kaufen will, braucht allerdings einen Berechtigungsschein.
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Öffnungszeiten der Glückskiste: Dienstag Türmergasse 25 Foto: Caritasverband Heidelberg e.V. |
Ein Team Ehrenamtlicher um Elke Blatz hatte sich bereits seit längerem Gedanken gemacht, wie bedürftigen Personen und Familien geholfen werden kann. In Ergänzung zur Kleiderausgabe der Johanniter und in Absprache mit ihnen wurde im Oktober 2009 ein Kleiderverkauf im Hermann-Maas-Haus begonnen, der nun in die „Glückskiste“ umziehen konnte. Aus dem vom Caritasverband Heidelberg angemieteten Raum wurde mit viel Eigenleistung und Unterstützung einer Malerfirma ein attraktives Ladengeschäft. „Eine richtig schöner Laden mit Boutique-Charakter ist das geworden“, sagte Elke Blatz, die Initiatorin erfreut. Es herrscht eine freundliche angenehme Atmosphäre, in der man gerne einkaufen geht. „Hier soll nicht nur Kleidung verkauft werden“, sagt Ursula Jakob vom Caritasverband Heidelberg, die selbst in Kirchheim wohnt und das Projekt begleitet. „Die Damen vom Team wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen und sind gerne auch Ansprechpersonen für sonstige Nöte. Dazu besteht die Möglichkeit der Vermittlung an Fachstellen des Caritasverbandes Heidelberg und des Diakonischen Werkes“, sagt sie. Beide Verbände sehen sich gemeinsam im Hintergrund als Garanten für den Kleiderladen, damit die Ehrenamtlichen die Hände frei haben für die konkrete Arbeit vor Ort in der „Glückskiste.“ Gisela Lucht vom Caritasverband Heidelberg und Birgit Kurz vom Diakonischen Werk sagten beide anlässlich der Eröffnung, dass hier in kleinen Schritten die Situation für arme Menschen zum Positiven verändert werden solle. „Hier wird Ökumene konkret“, sagten sie übereinstimmend.
„Das Jahr 2010 ist das Europäische Jahr gegen Armut und Ausgrenzung und deshalb ist es gut und passend, dass wir in diesem Jahr die ‚Glückskiste’ einrichten können. Alle Beteiligten leisten einen wichtigen Beitrag gegen Armut und Ausgrenzung in Heidelberg und gerade in Kirchheim.“ Mit Gebet und Segen weihten die evangelische Kirchheimer Pfarrerin Christiane Drape-Müller und Caritas-Pfarrer Christof Heimpel den Laden seiner Bestimmung. Der Vorsitzende des Stadtteilvereins Kirchheim, Jörn Fuchs dankte dem ökumenischen Sozialausschuss und den Initiatorinnen für ihr Engagement im Herzen Kirchheims. „Ich freue mich über diese attraktive Einkaufsmöglichkeit für Bedürftige“, sagte er. „Ich hoffe aber gleichzeitig, dass die Armut in die Schranken gewiesen werden kann und nicht weiter um sich greift.“
Verfasser: Martin Stock, Agentur Art, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit des Caritasverbandes Heidelberg